Was wirkt Atem-Yoga auf Körper und Geist?
Atem als ein Vehikel vom Bewußten zum Unbewußten
Atem-Yoga ermöglicht dir, über einfache Körperhaltung hinauszugehen und dein Körper und Geist tiefgründig zu forschen. Die Atmung ist ein unbewusster Vorgang und läuft deshalb automatisch ab. Mit Atemyoga hast du die Möglichkeit diesen Vorgang zu verändern und dein Atem willentlich zu steuern. In Atem-Yoga werden die traditionelle Hatha Yoga Haltungen von der ersten Stunde mit dem Atem verbunden geübt. Durch Asana Praxis wird der unruhiger, unbewußter Atem zum ruhigen, bewußten Atem (Siehe ASANA). Die innere Empfindungen und Gefühlen werden deutlicher wahrgenommen. Dadurch entsteht eine direkte Verbindung zwischen dem bewussten Denken und unbewusst ablaufende Prozesse. Es öffnet der Zugang zur tieferen Schichten des Geistes. So wird der bewußter Atem als ein Vehikel vom Bewußten zum Unbewußten eingesetzt. Aus dem Grund wird der Atem in vielen Traditionen als der direkteste Weg angesehen
wie Satipaṭṭhāna in Buddhismus
Die Wirkung des Atem-Yogas und achtgliedriges (achtfache) Yogawegs nach Patanjali
Durch kontinuierliche Asana Praxis mit Atem-Yoga I, II, III und Pranayama, Pratyahara kommt das Nervensystem zum Ausgleich. Das Angstzentrum Amygdala wird reduziert und die Funktionen des medialen präfrontalen Kortex (mPFC) gestärkt, der für META KOGNIKATION zuständig ist. Mentale Zuständen sind erst dann bewusst, wenn sie das Ziel sogenannter Metarepräsentation sind. Bewußte Erfahrungen erfordern demnach die Fähigkeit, die eigenen geistigen Funktionen als solche zu erkennen. Das gelingt, indem >> höhere<< Hirnregionen wie präfrontale Kortex die Aktion der >>niederen << sensorischen Areale überwachen, die negative Energie produzieren wie Eifersucht, Neid, Gier nach Besitz und Macht.
Atem-yoga und der direkte Weg Satipaṭṭhāna von Buddha
Satipaṭṭhāna ist die wichtigte Lehre von Buddha. Satipatthana bedeutet Gegenwart von Achtsamkeit; Die Achtsamkeit auf Atmung, Körper, Geist und Dharma. Die geübte Achtsamkeit und Einsicht mit Atem-Yoga lassen dich die unbewusste Reaktionsmuster (Speicherbewusstsein) (Ālaya-vijñāna) und ihre Ursache zu erkennen. Dharana, Dhyana und Samadhi Prozess führt dich schrittweise
von leidverursachenden Gewohnheiten zu befreien.
-- DIREKTER WEG --
"Ihr Bhikku, dies ist der direkte Weg zur Erläuterung der Wesen zur Überwindung von Kummer und Wehklage zum Beenden vom Leiden und Betrübtheit zur Erlangung der richtigen Methode, zur Verwirklichung von Nirvana, nämlich die vier Satipatthana".
-- DEFINITION --
"Welche vier? Hier, ihr Bhikkhu, verweilt ein Bhikkhu hinsichtlich des Körpers den Körper betrachtend, hinsichtlich der Gefühle verweilt er die Gefühle betrachtend, hinsichtlich des Geistes verweilt er den Geist betrachtend, hinsichtlich der Dharmas verweilt er Dharma betrachtend, unermüdlich, wissensklar und achtsam frei von verlangen und Betrübtheit hinsichtlich der Welt".
Aus Satipaṭṭhāna
