ASANA

Die Haltung soll stabil und angenehm sein.

Das Wort »āsana« entstand aus der Sanskrit-Wurzel »as«, sitzen. Der ursprüngliche Yoga war die Meditation, sitzend in einer angenehmen Position für längere Zeit die Konzentration nach innen gerichtet um über das Leben nachzudenken. In diesem Sinne wurden im Lauf der Zeit viele Yogahaltungen, Asanas genannt, entwickelt. Eine Yogahaltung soll stabil und angenehm sein (P II-46). Biegen und Dehnen sind kein Selbstzweck, sondern eine Methode. Ausgehend von der Körpererfahrung soll hier ein geistiger, d.h. spiritueller Weg beschritten werden.

 

Ziel der Asana Praxis: Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Bewegungen des Geistes

„Yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ“ (patanjali). Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Bewegungen des Geistes, indem der Körper tief entspannt

und der Geist zur Ruhe kommt.

 

Atem-und Körperachtsamkeit entwickeln um das Nervensystem zu beruhigen

Dies geschieht durch bewußte Atmung. Der Atem hat den stärksten Einfluss auf dein Nervensystem. Die Ein-und Ausatmung durch die Nase in Asana Praxis beruhigt das zentrale -und autonome Nervensystem. So kannst du deine Energie bewusst lenken und dein Nervensystem gezielt steuern. Langfristig kommt der Alltagsgeist zur Ruhe.

Ändere dein Atemmuster mit Atem-Yoga

Wenn du dein Atemmuster veränderst, beeinflusst du direkt die verschiedene Ebene in Körper und Geist. Langsames, tiefes Atmen aktiviert den Parasympathikus („Ruhe- und Regenerationsmodus“) und sinkt Herzfrequenz und Blutdruck. Muskelspannung nimmt allmählich ab und das Nervensystem sendet Signal an deinen  Körper: Die Welt ist ein sicherer Ort.

 

Hormonhaushalt ausgleichen und Emotion stabilisieren

Atem-Yoga reduziert Stresshormon und fördert Glückshormon. Negative Gefühle werden abgebaut und steigen positive Gefühle wie Verbundenheit, Dankbarkeit, Zufriedenheit im Hier und Jetzt

 

 

Atem-Yoga verändert langfristig dein Gehirnstruktur

Wenn du auf der Yogamatte eine neue Haltung lernst, entsteht in verschiedenen Gehirnareale neue Verbindung zwischen Nervenzellen (Synapsenbildung). Wenn du regelmäßig die neu gelernte Haltung wiederholst mit bewußter Atmung und Konzentration, bis die Haltung stabil, angenehm und leicht fühlt, wird die bestehende Netzwerke verstärkt und stabilisiert. Im Kerngebiet des Hirmstammes, wo Ein-und Ausatmung reguliert wird, bildet  mehr graue Substanz. Dadurch verdichtet die Regionen der Großhirnrinde (Cortex). Angstzentrum Amygdala verkleinert sich und Hippocampus, einer Struktur, die für Lernen und Gedächtnis wichtig ist, wird größer.